Begegnen, Unterstützen, Begleiten. Malteser qualifizieren Hospizhelferinnen und -helfer

Dajana Frömberg, Astrid Woche, Sonja Nilles und Yves Becker Foto: Melanie Pätzold

Trier/Saarburg. Zwei Vorbereitungsseminare zu ehrenamtlichen Hospizhelfenden bieten die Malteser ab Januar jeweils in Trier und in Saarburg an. Die Seminare richten sich an Menschen, die sich in der Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier engagieren möchten.

Das Ziel der Kurse ist es, Menschen auf diese Aufgabe in existentiellen Ausnahmesituationen vorzubereiten und intensiv zu schulen. Neben Elementen der Selbsterfahrung, die auf die eigenen Wahrnehmungs-, Denk-, Kommunikations- und Verhaltensmuster gerichtet sind, werden Informationen zu Sterben, Tod und Trauer und Techniken der Gesprächsführung sowie Informationen zu Familiensystemen vermittelt. „Nicht allein der sterbende Mensch, sondern auch seine Familie und Zugehörigen, stehen in der persönlichen Begleitung im Fokus“, erläutert Dajana Frömberg, Leiterin des ambulanten Hospizdienstes der Malteser in Trier. Zentraler Bestandteil ist die Entwicklung einer hospizlichen Haltung, d.h. die emphatische Bereitschaft sich auf Menschen und ihre Lebensbedingungen einzulassen.

Astrid Woche und Yves Becker sind ehrenamtlich im Hospizdienst der Malteser tätig und teilen ihre Motivation sowie das, was Interessierte am Kurs mitbringen sollten.

Astrid Woche hat bereits in jungen Jahren ein Ehrenamt in der Blindenbetreuung ausgeübt und wollte sich neben ihrer Berufstätigkeit wieder ehrenamtlich engagieren. „Ich war unsicher, was ich tun könnte. Vor drei Jahren entschied ich mich für das Ehrenamt bei den Maltesern, u.a. auch deshalb, weil es den Vorbereitungskurs gab, der mich gut auf die Tätigkeit vorbereitete." Sie erklärte weiter: "Meine Hauptmotivation war, sterbenden Menschen und ihren Familien Beistand zu leisten, damit sie nicht alleine sind." Oft wird sie gefragt, wie sie ihr Engagement neben ihrem Beruf zeitlich unterbringt. "Das ist kein Problem. Die Begleitungen erfolgen nach individueller Absprache mit den Betroffenen."

Yves Becker war als Jugendlicher Pfadfinderleiter und als er in den Ruhestand ging, war es für ihn selbstverständlich, wieder ehrenamtlich tätig zu werden. Kontakt zur Hospizarbeit bekam er durch eine Bekannte. Er entschied sich 2012 den Vorbereitungskurs bei den Maltesern zu absolvieren und sich um Sterbende und deren Familien zu kümmern.

Seit 2022 leiten Astrid Woche und Yves Becker selbst Hospizhelferkurse und freuen sich auf Interessenten. Becker erzählt: "Der Vorbereitungskurs ist kein klassischer Frontalunterricht. Er lebt vom Miteinander und regen Austausch. Es macht Spaß zu sehen, was in den Teilnehmenden steckt und wie sie sich weiterentwickeln." Woche fügt hinzu: "Auch wenn Sterben und Trauer sehr schwere Themen sind, ist es bereichernd und sogar schön, Menschen auf diesem Weg beistehen zu dürfen. Jede Begleitung ist anders und die Intensität variiert.“

„Ich wollte etwas Sinnvolles tun und der Gesellschaft etwas zurückgeben", hört Dajana Frömberg oft von den Interessierten an der Hospizarbeit. Viele haben positive Erfahrungen mit der hospizlichen Begleitung innerhalb ihrer eigenen Familie gemacht. "In einem Auswahlgespräch klären wir, ob sich die gegenseitigen Erwartungen decken und ob sich beide Seiten ein späteres Engagement vorstellen können. Die Kursteilnahme ist unabhängig von Konfession und Geschlecht. Die Personen sollten offen sein gegenüber anderen Lebenskonzepten, Gedanken, Einstellungen, gut zuhören und auf Menschen zugehen können", fasst Frömberg zusammen.

Anmeldung und weitere Informationen bei Dajana Frömberg, Tel. 0651-14648-24 oder per E-Mail dajana.froemberg@malteser.org